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Dear Friends of the surreal, welcome to the world of cultivated madness.

Liebe Freunde des Surrealen, willkommen in der Welt des kultivierten Wahnsinns.

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Mittwoch, 21. September 2016

DüsselTrio mit Nadine Beneke, Samir Kandil & Michalis Patentalis

Texte, Töne & Theater – das Düsseltrio am 21. September mit
Nadine Beneke, Samir Kandil und Michalis Patentalis…..bei Termine

 

Augen in einem Aquariumsglas
Nein, diesmal konnte ich diese Beleidigung nicht mehr dulden. Ich würde heute Rache nehmen, obwohl ich noch nicht wusste, auf welche Art und Weise ich mich an diesem Kannibalen, der die Frechheit besaß, stolz auf unsere Wohngemeinschaft zu sein, rächen könnte.
Aber, lass uns von vorne beginnen, damit Du, mein lieber Leser verstehst, welche krankhaften Visionen dieser Mensch besitzt, die so tödlich sind, dass die Boshaftigkeit jede einzelne Zelle seines Gehirns durchbohrt.
Vom ersten Moment an, als er mich an diesen verdammten Montag besucht hatte, spürte ich seine Perversion, die er sehr zu genießen schien.
Ich tat deshalb alles Mögliche, um seine Aufmerksamkeit nicht auf mich zu ziehen. Ich versteckte mich hinter dem Stamm eines Baumes, steckte meinen Kopf in den Sand und tat so als ob ich krank oder tot wäre.
Alle meine Versuche, ihn zu meiden, waren vergeblich.
Mir blieb nichts anderes übrig, als mein Schicksal anzunehmen.
Plötzlich, wie aus heiterem Himmel, befand ich mich mit ihm in einem engen Raum, indem es nach Bier und verdauter Pizza roch.
So übel riechend war es in diesem Raum, dass im Vergleich zu diesem begegneten Elend, eine Kaschemme der schlechtesten Art einer königlichen Villa ähnelte.
Meine seelische Erschöpfung war so groß, dass ich auf einmal dachte, ich könnte aus dem offenen Fenster springen um mein Leben heroisch zu beenden.

Der Gedanke, dass der Sprung zum menschlich sein viel schwieriger ist als der Sprung in den Selbstmord, führte mich wieder zur Tapferkeit und Hoffnung zurück.

Mag sein, dass er, durch unsere Freundschaft, auf das unmenschliche Verhalten verzichtet und womöglich, sage ich, dass er sogar einige seiner schlechten Gewohnheiten ablegen würde
.
Mit dieser Hoffnung, der Erschöpfung und der Aufregung des Tages schlief ich halbnarkotisiert ein.
Und wahrhaftig wachte “Völlig Egal“, so soll er heißen, am nächsten Tag gutgelaunt auf.
Er kratzte sich mit großem Vergnügen an seinen Eiern, roch seine Finger mit Genuss und, nachdem er eine Zigarette angezündet hatte, sagte er zu mir;

„ Kumpel, heute gibt’s eine Grundreinigung. Ich möchte, dass du dich wie zu Hause fühlst.“

Es hat den ganzen Dienstag lang gedauert, den ungeheuerlichen Dreck zu beseitigen, doch am Ende strahlte der Raum in einer Sauberkeit und ich war froh, dass ich gestern Abend die richtige Entscheidung traf, keinen Selbstmord zu begehen.

Wenn es um Sauberkeit geht, handelt es sich nicht nur um eine äußere Verschönerung, sondern auch um eine innere Ordnung.

Das hatte ich nicht bedacht….
Schon am nächsten Tag fing „Völlig Egal“ mit dem selben Thema an.

Nach einem tiefen Röcheln aus seiner Monotonie stand er auf, kratzte sich genüsslich an seinem Po, roch an seinen Händen, rülpste den schon verdauten schwarzen Kaffee und, nachdem er auf den Boden gespuckt hatte, machte er sich schimpfend über sein Unglück, dass er nicht reich geboren wurde auf seinen unbekannten Weg.

Er verließ den Raum für zehn Stunden und hatte natürlich vergessen mir ein wenig von seinem Frühstück anzubieten. Hungrig wie ich war, wanderte ich in meiner Verzweiflung wartend hin und her, ob dieser Mann mir wohl den Gefallen tun würde, zurückzukommen?!

Durch das lange Warten an diesem Abend, hatte ich zum ersten Mal gefühlt, dass ich der Sklave dieses Menschen war, dessen versteckter Minderwertigkeitskomplex ihn zu meinem Herren verwandelt hatte.

Mit diesem Gedanken und mit einer riesengroßen Angst, die ich in der Bauchgegend verspürte, wartete ich geduldig auf meinen Albtraum.

Irgendwann, spät in der Nacht war es -glaube ich, da kam „Völlig Egal“ endlich nach Hause.
Er trat ins Zimmer ein, zog sich seine schlammigen Schuhe aus, ging in die Küche, nahm ein Bier aus dem Kühlschrank, kratzte sich an seiner Glatze, roch nicht an seinen Finger, warf mir einen bösen Blick zu und, anschließend, ohne mit mir ein Wort zu wechseln, legte er seine schmutzigen Socken auf das Sofa und schaltete mit der Fernbedienung den Fernseher ein.
In diesem Moment stritten einige halbwissende Philosophen auf dem Bildschirm, die vor offenen Fenstern standen, über eine gemeinsam verfasste Vereinbarung.

„Völlig Egal” beobachtete alles was sich ereignete mit großem Interesse und nahm an der Diskussion mit nur zwei Sätzen teil:

„Diese bescheuerten Menschen“ und „Ihr seid alle Scheiße!“. In diesem Reichtum seiner absoluten Vergessenheit schlief „Völlig Egal“ ein und vergaß erneut mir etwas zu Essen anzubieten.
Ich trank so viel Wasser wie es mir mein Bauch nur erlaubte und ich versuchte mich mit dem Gedanken des hungrig seins anzufreunden.

Poseidon aber liebt die Hungrigen.
Am nächsten Morgen, also heute, wachte „Völlig Egal“ mit guter Laune auf. Er kämmte sich die Haare, die er auf seinem Kopf nicht hatte und, nachdem er sich mir näherte, lächelte er mir liebevoll zu und zeigte mir zeitgleich seine schwarzen Zähne.

“Hey , Du! Du hast nix gegessen! Mist! Du hast bestimmt Hunger“. Ich nickte mit nachgiebiger Erwartung. Nach einer Weile brachte „Völlig Egal“ mir ein Frühstück, dass ich bislang so noch nicht gesehen hatte.
Ich aß soviel, dass sich mein Körper wie ein Stein anfühlte, der mit Wucht auf dem Meeresgrund landen würde.

Während ich mein königliches Essen genoss, hatte sich „Völlig Egal“ schon rasiert, zog sich seinen schwarzen Anzug und seinen goldenen Ring an und begrüßte mich mit:

„Kumpel, heute ist Freitag. An diesem Tag essen wir, die Sterblichen, gut. Ich gehe jetzt einkaufen. Tschüss!”

„Jetzt, da ich satt bin, kannst du ruhig zum Teufel gehen!“ dachte ich. Das wollte ich ihm eigentlich sagen, aber ich hielt mich zurück, weil ich ihm seine gute Laune nicht verderben wollte.
“Völlig Egal“ ließ mich zwar in Ruhe, aber dennoch wirkte er Gleichgültig.
Oh je!
Nach einer Stunde kam der Herr mit einer vollen Tüte halbtoter Fische nach Hause.

Mit dem Blick eines abscheulichen Mörders ging er in die Küche, leerte die Tüte mit den Fischen im Waschbecken aus und ohne einer Spur von Gnade begann er sein tödliches Werk. Mit einem Wahnsinn schnitt er die weißen Bäuche auf und entnahm die Eingeweide und die Herzen. Am Ende schnitt er mit seinen gelben Händen die Köpfe ab und begleitete seine Tat musikalisch:

„Ich werde mir ein Fischerboot nehmen, mein Baby“

Meine Geduld aber hatte ihre Grenzen erreicht. Das konnte ich nicht mehr ertragen. Ich fing an das raus zu kotzen, was mir dieser scheußliche Mann an diesem Morgen serviert hatte.

Ein Stück Perversion, eine Scheibe Masochismus, eine Mischung von Fremdenfeindlichkeit und ein Glas voller Verdacht.
Ich habe gekotzt. Und als es nichts mehr zum Auskotzen gab, beschloss ich mich an ihm zu rächen.
Jetzt wirst Du sicher zu Recht sagen,
“Warte mal, hast du noch niemals einen Mann gesehen, der Fische isst?”
Wenn du das jetzt denkst, hast du völlig Recht. Du bist Slieschlich ein Mensch.
Ich allerdings bin ein kleiner Goldfisch, der ohnmächtig in einem Aquariumsglas
schwimmt. In Deinem Aquariumsglas.
Deswegen habe ich mich entschlossen, mich an dir zu rächen. Aber ich weiß noch nicht wie…

Τι να τις κάνεις τόσες ήττες πια;

Είναι εκείνη η στιγμή, που το σκοτάδι
αράζει το φεγγάρι, κρεμώντας το στα ρέστα της νύχτας.
Είναι εκείνη η στιγμή, που το πρωί
αναίδεια ξεθαρρεύει, μαζεύοντας φθόγγους πουλιών και ψίθυρους
απ’ τα σπασίματα της νύχτας.
Είναι εκείνη η στιγμή, που βγαίνω αθόρυβα στης δίψας το νυχτέρι
να κάνω βόλτα στην άκρη μιας στιγμής , αγναντεύοντας απέναντι
στην τσάκιση του γαλάζιου, ένα χωράφι πλεούμενο.

Είναι ο τόπος που ανοιχτόχερα κάποτε
μας πότιζε χυμούς και μυρωδιές απ την κλιναγκαλιά του.
Είναι το χώμα που φυτεύαμε κουκούτσια όνειρα
και αυτό μας χάριζε μαλαχίτες και ζαφείρια.
Είναι οι πέτρες που ξαπλώναμε παρέα με την νύχτα
σκαλίζοντας τα αρχικά μας, που κλάπηκαν με τον καιρό
στις ψύχρες του χειμώνα.
Είναι το νερό που στράγγιζε στα δάχτυλά μας
όταν μαζεύαμε την άνοιξη, καταδικάζοντας την ξηρασία της θλίψης.

Τώρα, νηνεμικός ο άνεμος κραυγάζει ανορθόγραφα
δυσλεκτική υπόσχεση, καλλωπισμένη με κάτι υπονοούμενα
για προίκα που δεν δόθηκε.
Τώρα, πορεία φθίνουσα, μεταβλητή, ανατολικά της Ευρώπης
που γλιστρά αδέξια, σαν ξελιγωμένη τσούλα
απ’ το κατώφλι της ιστορίας.

Τι να τις κάνεις τόσες ήττες πια;
Όσες νύχτες και να μαζέψεις για να τις κάνεις υποσχέσεις
ο τόπος αυτός δεν θα γίνει πια δικός μας.
Όσα λευκά σεντόνια κι αν απλώσεις, δεν θα μυρίσεις γιασεμιά.
Εξάλλου, τώρα πια ακόμη και η άνοιξη εισπράττει προστιθέμενη αξία
ξαφρίζοντας τα όνειρά μας.

 

 

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